Kommunalunternehmen kooperiert mit Volkshochschule

Kommunalunternehmen

16.09.2015

Kommunale Partner – Kommunalunternehmen und vhs – kooperieren ab sofort und nehmen’s sportlich (von links): KU-Personalleiter Stefan Strohmenger, Isolde Albert-Fuchs von der vhs-Würzburg und Vanessa Weick von der vhs-Ochsenfurt sowie KU-Vorstand Prof. Dr. Alexander Schraml. FOTO: JULIA FRÖHLING

Kommunale Partner – Kommunalunternehmen und vhs – kooperieren ab sofort und nehmen’s sportlich (von links): KU-Personalleiter Stefan Strohmenger, Isolde Albert-Fuchs von der vhs-Würzburg und Vanessa Weick von der vhs-Ochsenfurt sowie KU-Vorstand Prof. Dr. Alexander Schraml. FOTO: JULIA FRÖHLING

Betriebliches Gesundheitsmanagement startet im KU

Bokwa, Rückengymnastik und Klangmeditation – klingt nach Entspannung und Freizeit, hat für die Mitarbeiter des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg (KU) aber auch etwas mit ihrer Arbeit zu tun:
Das Konzept „Betriebliches Gesundheitsmanagement“, das Mitarbeiter des Kommunalunternehmens ab sofort nutzen und in ihrer Freizeit auch aktiv umsetzen können, ist im Sommer 2015 ins Leben gerufen worden: „Bei allen Dienstleistungen unseres Unternehmens steht der Mensch, also der Mitarbeiter im Vordergrund“, sagt KU-Vorstand Prof. Dr. Alexander Schraml. Den jährlichen Statistiken und Fehlzeiten-Reports der Krankenkassen nach zu urteilen, weisen viele Berufsgruppen – vor allem in der Pflege, Reinigung und Entsorgung – hohe Ausfallzeiten auf, so Schraml weiter. „Damit ist es für uns als Arbeitgeber also nur logisch, mehr für die Gesundheit der Mitarbeiter zu tun, als „nur“ auf Arbeitsschutz und Arbeitsmedizinische Vorsorge zu achten. Wir möchten die Beschäftigten mehr motivieren, aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun.“

Und deshalb kooperiert das KU ab sofort mit den Volkshochschulen (vhs) Würzburg und Ochsenfurt und bezuschusst Gesundheitskurse für die Mitarbeiter seiner Einrichtungen – eine übrigens einzigartige Kooperation im Landkreis, die es so in dieser Form bislang nicht gibt. So stehen den fast 1.000 Mitarbeitern aus den Senioreneinrichtungen, der Main-Klinik, dem team orange, der Nahverkehr Würzburg-Mainfranken GmbH und der ProCura DienstleistungsGmbH eine bunte Auswahl aus ganz verschiedenen vhs-Kursen zur Verfügung, deren Kosten zu 20 Prozent vom Kommunalunternehmen übernommen werden: „Von Autogenes Training, über Yoga bis Zumba sollte für jeden etwas dabei sein“, ist sich Schraml sicher.

Das KU ist übrigens ganz bewusst seine Kooperation mit den Volkshochschulen in Würzburg und in Ochsenfurt eingegangen, wollte man schließlich nicht nur auf eine größtmögliche Bandbreite an verschiedenen Kursen zugreifen können, sondern vor allem einen verlässlichen und ebenfalls kommunalen Partner mit vielen Standorten im Landkreis an seiner Seite wissen.

 

Freistellung für Vorsorgeuntersuchungen
Das beispielhafte Gesundheitskonzept des Kommunalunternehmens, das von der Personalleitung initiiert und von Anfang an durch Vorstand und Geschäftsführung aktiv unterstützt wurde, fördert im Übrigen nicht nur die sportliche Aktivität seiner Mitarbeiter, sondern auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Durch Freistellungsmöglichkeiten können Mitarbeiter die Zeit, die sie für ihre Vorsorgeuntersuchungen benötigen, als Mehrarbeit anrechnen lassen. „Das ist unserer Meinung nach ein weiteres Zeichen dafür, dass wir uns für unsere Mitarbeiter und für deren Gesundheit interessieren“, findet KU-Personalleiter Stefan Strohmenger.

Mit dieser Erstversion des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sei allerdings erst der Anfang gemacht, so der Personalleiter weiter. Das Konzept werde jährlich überprüft und überarbeitet. Die Mitarbeiter würden auch weiterhin aktiv miteingebunden bleiben: Geplant seien gezielte Befragungen zum Thema Gesundheitsmanagement im Betrieb. „Neue Ideen sind immer willkommen“, sagt Stefan Strohmenger. Vorschläge – wie zum Beispiel Wasserspender in den Einrichtungen, gesunde Pausensnacks oder aber auch eine „Schrittzähler-Challenge“ für diejenigen Mitarbeiter, die so ganz nebenbei während ihrer Arbeit täglich mehrere Kilometer „ablaufen“ – sollen geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt werden. Außerdem könnten Gesundheitskurse oder diverse Vorträge, die von den Krankenkassen organisiert und gehalten werden, nach Möglichkeit direkt in den Räumen einzelner Einrichtungen stattfinden. Aber auch die Teilnahme an verschiedenen öffentlichen Gesundheitsaktionen – wie zum Beispiel Firmenlauf und Radtouren – stehen auf dem Programm. Das Konzept ist und bleibt schlichtweg dynamisch und wird auch weiterhin nach den Bedürfnissen der Mitarbeiter um weitere Angebote und Aktionen erweitert werden.

„Unsere Beschäftigten sind in allen Unternehmensbereichen der Schlüsselfaktor“, findet Strohmenger. „Und gesunde Mitarbeiter sind zufriedene und motivierte Mitarbeiter, die nicht zuletzt ein positives Arbeitsklima fördern und den betrieblichen Erfolg enorm unterstützen können.“