Die neue Studentenverbindung

NWM

24.01.2011

Studenten warten auf den Bus

Studenten warten auf den Bus

Die neue Studentenverbindung: Rottendorf – Hubland

Die Freude bei den Rottendorfern war sicherlich groß: Sie erhalten eine direkte Busanbindung zum neuen Uni-Gelände am Hubland. Zu Beginn des nächsten Schuljahres, das heißt ab Mitte September, soll die neue Linie an den Start gehen.
Damit reagiert die Nahverkehr Würzburg-Mainfranken GmbH (NWM) auf den doppelten Abiturjahrgang. Aber nicht nur die zahlreichen Studenten können das Angebot nutzen. Am Hubland gibt es auch eine nicht zu vernachlässigende Anzahl an Arbeitsplätzen, gibt der Vorstand des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg, Alexander Schraml, zu Bedenken.
Die neue Linie kann selbstverständlich mit dem Semesterticket genutzt werden. Sie ist zudem auf die Vorlesungszeiten abgestimmt und verkehrt im Zwei-Stunden-Takt. Auch die Anschlüsse der Deutschen Bahn wurden mit berücksichtigt. So können Pendler aus den Richtungen Kitzingen, und Neustadt Aisch und Schweinfurt am Rottendorfer Bahnhof zusteigen.
Bis zum äußeren Hubland gibt es nur noch wenige Zwischenhalte in Rottendorf und im Gerbrunner Gewerbegebiet am Kirschberg, damit die Fahrtdauer so kurz wie möglich ausfällt. Der Omnibus soll auch den Neubau der Fachhochschule am Sanderheinrichsleitenweg ansteuern, sofern für ihn eine passende Wendemöglichkeit besteht. Generell sieht Schraml den Busverkehr als flexibles Instrument des öffentlichen Personennahverkehrs. Die Linie besteht zwar vorerst auf Probe. Was jedoch heute im Netz integriert wird, soll zukünftig Standard werden, betont er. Außerdem sind Anpassungen bei der Taktung jederzeit möglich.
Der finanzielle Aufwand für den Landkreis Würzburg beträgt maximal 70000 Euro. Damit das Angebot möglichst intensiv genutzt wird, sollen die Studenten direkt per Mail angeschrieben werden. Außerdem erfolgt eine Information der beteiligten Haushalte über das Fahrgastmagazin oder die Mitteilungsblätter.

Das Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg plant die bestehenden Busverbindungen zum neuen Hubland-Campus zum Wintersemester 2011 mit weiteren Direktverbindungen deutlich auszubauen.
Von Seiten der Gemeinde Rottendorf besteht seit längerem der Wunsch die Anbindung der Gemeinde zum Hubland zu verbessern bzw. die Fahrtzeiten attraktiver zu gestalten. Gerade der zu erwartenden Anstieg der Studentenzahlen zum Wintersemester 2011/2012 durch den doppelten Abiturjahrgang in Bayern verstärkt die Bestrebung noch einmal. In den nächsten Jahren werden höhere Studentenzahlen in Würzburg erhalten bleiben, da in anderen Bundesländern doppelte Jahrgänge nachfolgen. Die Universität plant ca. 3300 zusätzliche Studienplätze, ca. 200 neue Personalstellen, Neubauten am Hubland sowie eine Erweiterung von Unterrichtsräumen, Kinderbetreuung und Wohnheimen im Konversionsgelände der Leighton Barracks.

Eine erweiterte Busverbindung bringt auch für die Bewohner aus dem Landkreis Kitzingen (KBS 810) und für die Bewohner aus dem Bereich Schweinfurt (KBS 805) eine wesentliche Verbesserung, da die Verbindung auf die ankommenden Regionalzüge abgestimmt werden soll.

Erste Abstimmungsgespräche wurden bereits mit Vertretern der Nahverkehr Mainfranken Würzburg GmbH, der Gemeinde Rottendorf, der lokalen Agenda 21 Gruppe und dem Linienkonzessionär OVF geführt. Vom Ausbau dieser Direktverbindung werden Studenten wie auch Arbeitnehmer profitieren. Der bestehende Linienverkehr von Rottendorf zum Würzburger Hauptbahnhof soll erhalten bleiben.