Kommunale Seniorenpolitik weiterverfolgen

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20.01.2011

Stadt und Landkreis Würzburg bei der Entgegennahme des 1. Preises „Kommunale Seniorenpolitik“, der nun dem Würzburger Pflegestützpunkt zu Gute kommen soll (von links): Kommunalunternehmen-Vorstand Dr. Alexander Schraml, stellvertretende Landrätin Elisabeth Schäfer, Sozialministerin Christine Haderthauer, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, Sozialreferent Robert Scheller, Regierungsvizepräsident Dr. Andreas Metschke und Volker Stawski von der Stadt Würzburg. Foto: Bayerisches Staatsministerium

Stadt und Landkreis Würzburg bei der Entgegennahme des 1. Preises „Kommunale Seniorenpolitik“, der nun dem Würzburger Pflegestützpunkt zu Gute kommen soll (von links): Kommunalunternehmen-Vorstand Dr. Alexander Schraml, stellvertretende Landrätin Elisabeth Schäfer, Sozialministerin Christine Haderthauer, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, Sozialreferent Robert Scheller, Regierungsvizepräsident Dr. Andreas Metschke und Volker Stawski von der Stadt Würzburg. Foto: Bayerisches Staatsministerium

Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro für den neuen Pflegestützpunkt

Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer hat im vergangenen November den mit 10.000 Euro dotierten 1. Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ im Bezirk Unterfranken an Stadt und Landkreis Würzburg für das gemeinsame Seniorenpolitische Gesamtkonzept verliehen. „Wir haben nun mit der Stadt beschlossen, unser Preisgeld für den Würzburger Pflegestützpunkt, der im Sommer 2011 eröffnet werden soll, zu investieren“ gab Dr. Alexander Schraml, Vorstand des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg, jüngst bekannt. Mit dieser zweckgerichteten Investition möchten die beiden Kommunen dem Würzburger Pflegestützpunkt eine erste finanzielle Starthilfe geben.

Altenhilfe in den Gemeinden noch ausbaufähig
Nunmehr wird der Landkreis Würzburg die Ergebnisse des Gesamtkonzeptes konsequent umzusetzen. So sollen in allen Gemeinden – wie beispielsweise in Rottendorf und Rimpar – Seniorenvertretungen installiert werden. Ein wichtiges Fazit des Konzeptes war es auch, dass die derzeit im Landkreis geplanten und im Bau befindlichen Pflegeheime dem künftigen Bedarf entsprechen. Parallel müsste aber auch die Tagespflege moderat ausgebaut werden.

Für die Umsetzung der Ergebnisse ist eine 16-köpfige Projektgruppe verantwortlich, die sich aus der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände, HALMA e.V., Seniorenvertretungen, dem Kreisverband des Bayerischen Gemeindetages, dem Zentrum Bayern Familie und Soziales, dem Gesundheitsamt Würzburg, der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände sowie aus Vertretern der Stadt und des Landkreises Würzburg zusammen setzt. Die Projektgruppe trifft sich das nächste Mal am 21. März 2011 und betrachtet das ganze Projekt unter anderem deshalb als ausbaufähig, weil in der Region der Bedarf an Pflegeleistungen ab 2015 zunehmen wird. 

Hintergrund
Um der künftigen Bevölkerungsentwicklung frühzeitig zu begegnen, hat der Landkreis Würzburg zusammen mit der Stadt Würzburg ein integratives, regionales Seniorenpolitisches Gesamtkonzept entwickelt. Dabei wurden die beiden Kommunen von der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA) aus München unterstützt. Für das Gesamtkonzept wurden die bestehenden Angebote für ältere Menschen erhoben, Bürger befragt und Workshops durchgeführt. Die gesammelten Ergebnisse wurden schließlich dem Kreistag vorgestellt und letztendlich mit dem 1. Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ ausgezeichnet.

Der Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ wurde erstmals im Jahr 2008 vergeben. Im November 2010 wurde er zum zweiten Mal verliehen. Ausgezeichnet werden Landkreise, kreisfreie sowie kreisangehörige Gemeinden, die sich durch konkrete Maßnahmen der Belange älterer Menschen angenommen haben. Von den insgesamt 96 Landkreisen und kreisfreien Gemeinden in Bayern haben bislang 41 ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept erarbeitet, bei weiteren 25 ist eines in Arbeit. Preisgeld wurde in diesem Jahr in Höhe von insgesamt 279 000 Euro ausbezahlt. Dieses gibt den Kommunen die Gelegenheit, wichtige Impulse für die Zukunft zu setzen.

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro von Stadt und Landkreis Würzburg wird dem Würzburger Pflegestützpunkt, der im Sommer eröffnet werden soll, zu Gute kommen. Im Pflegestützpunkt sollen laut Gesetzgeber alle Pflegefragen kostenlos und neutral beantwortet werden.