Europa im Visier

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24.02.2014

Beim Gespräch in der Main-Klinik Ochsenfurt (v.l.n.r.): Ärztlicher Direktor Dr. Joachim Stenzel, Leiter der Finanzabteilung Bernhard Huml, Personalleiter Stefan Strohmenger, CSU-Europakandidatin Barbara Becker, Geschäftsführer Christian Schell und Prof. Dr. Alexander Schraml. FOTO: DANIELA THORWARTH

Beim Gespräch in der Main-Klinik Ochsenfurt (v.l.n.r.): Ärztlicher Direktor Dr. Joachim Stenzel, Leiter der Finanzabteilung Bernhard Huml, Personalleiter Stefan Strohmenger, CSU-Europakandidatin Barbara Becker, Geschäftsführer Christian Schell und Prof. Dr. Alexander Schraml. FOTO: DANIELA THORWARTH

Derzeit stehen noch die Kommunalwahlen im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Nicht weniger bedeutend für die bayerischen Landkreise ist jedoch die Europawahl am 25. Mai. Barbara Becker, die Wiesenbronner CSU-Kandidatin für das Europäische Parlament, nutzte die Vorwahlkampfphase für einen Besuch im Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg (KU) mit dessen Führungskräften.

„Die bayerischen Kommunen brauchen die Unterstützung der deutschen Parlamentarier, um die Interessen des Gemeinwohls und der Bürger auch weiterhin effektiv vertreten zu können“, so brachte es der KU-Vorstand Prof. Dr. Alexander Schraml auf den Punkt. Die Grund- und Regelversorgung der Kreiskrankenhäuser dürfe nicht einer rein ökonomischen Betrachtungsweise geopfert werden. Von privaten Klinikketten initiierten Beihilferechtsstreitigkeiten muss daher Einhalt geboten werden. Die flächendeckende und wohnortnahe Notfallversorgung lasse sich eben oftmals nur mit öffentlichen Mitteln aufrechterhalten.

Sehr zufriedenstellend entwickle sich die Rechtslage beim Öffentlichen Personennahverkehr. Hier hat der Landkreis Befugnisse erhalten, die ihm eine sinnvolle Gestaltung ermöglichen. Der Landkreis Würzburg hat diese Befugnisse in den vergangenen Jahren systematisch genutzt, so dass in Kürze im gesamten Landkreis ein optimierter Fahrplan gelten wird.

Sorge bereitet derzeit noch die Privatisierungsgefahren bei der Abfallentsorgung. Die Bestrebungen der Industrie Abfallströme an sich zu ziehen und das geplante Freihandelsabkommen mit der USA seien eine Gefahr für die kommunale Ver- und Entsorgung. „Die kommunale Verantwortung für die Abfallentsorgung ist der Garant für Umweltschutz und Kostenbewusstsein“, so Schraml. Das deutsche System sei vorbildlich in Europa und dürfe nicht privaten und internationalen Interessen geopfert werden.

Becker zeigte sich sehr interessiert an der bereiten Themenpalette des KU und versprach die kommunalen Anliegen auf der europäischen Ebene offensiv zu vertreten. „Ich wünsche mir, dass wir nach meiner Wahl ins Europäische Parlament im intensiven Kontakt bleiben. Der enge gegenseitige Informations- und Erfahrungsaustausch beugt einer realitäts- und bürgerfernen Europapolitik vor“, so die Kandidatin abschließend.

Das Gespräch fand in der Main-Klinik Ochsenfurt statt, die mit ihren 130 Betten, der Praxis am Greinberg (MVZ Chirurgie und Innere Medizin), dem benachbarten Pflegeheim „Main-Pflege Curvita“, der KV-Bereitschaftspraxis und dem KfH-Nierenzentrum insbesondere im südlichen Landkreis Würzburg sowie in den Regionen Marktbreit und Uffenheim die Klinikversorgung sicherstellt.




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