Boys’Day auch in der Seniorenwohnlage am Hubland

Kommunalunternehmen > Aktuelles

15.04.2011

20 Jungs von der Mittelschule Veitshöchheim sammelten Erfahrungen beim Boys’Day in der Seniorenwohnanlage am Hubland. FOTOS: JULIA FRÖHLING

20 Jungs von der Mittelschule Veitshöchheim sammelten Erfahrungen beim Boys’Day in der Seniorenwohnanlage am Hubland. FOTOS: JULIA FRÖHLING

Jungs informierten sich über Frauenberufe – Vorurteile über Bord werfen  

Unter dem Motto „Neue Wege für Jungs – Weil die Praxis zählt!“ konnten am Donnerstag, 14. April 2011, 20 Jungs von der Mittelschule Veitshöchheim während des ersten bundesweiten Boys’Day Erfahrungen in Altenpflegeberufe in der Seniorenwohnanlage am Hubland sammeln. Die Aktion wurde von Theresia Öchsner von der Vertiefenden Berufsorientierung der Handwerkskammer Service GmbH und von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Würzburg, Gabi Rottmann-Heidenreich, organisiert.

Diplom-Pflegewirt Arne Ewert von den Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg informierte die Schüler zunächst über die vielen Berufsbilder in der Altenpflege. Im Vordergrund standen die Themen Ausbildung, Aufstiegsmöglichkeiten sowie Berufsalltag und Entfaltungspotenzial. Ewert zeigte auch auf, dass der Beruf des Altenpflegers attraktiv ist und viel Zukunft hat. Die Schüler waren überrascht, dass das Gehalt einer examinierten Pflegekraft, von dem es immer heißt, es sei so niedrig, im Vergleich zu anderen Berufen doch sehr hoch ist.

Anschließend wurden die Siebtklässler in Gruppen aufgeteilt und konnten so eine Altenpflegerin beim Pflegealltag auf der Wohngruppe begleiten. Erstaunt waren die Jungs über die Vielseitigkeit beim Umgang mit alten Menschen. Begleitet wurden die Teenager aus Veitshöchheim, Güntersleben, Thüngersheim, Zell und Erlabrunn von ihren Klassleitern Bernhard Möller und Björn Arnold.

„Der Boys’Day ist eine hervorragende Möglichkeit, um unsere Jungs auch an typische Frauenberufe heranzuführen. Ich bin überzeugt davon, dass die Aktion dabei hilft, Vorurteile über Bord zu werfen sowie den passenden Ausbildungsberuf zu finden, der den jeweiligen Fähigkeiten und Wünschen entspricht und letztendlich mehr Berufseinsteiger in soziale Berufe zu bringen“ sagt die Sozialpädagogin Theresia Öchsner beim Abschluss der Veranstaltung. Öchsner ist das Bindeglied zwischen Schule und Praxis. „Für unsere Jungs ist das Wichtigste die Erfahrung dieses Tages. Wir nutzen mit diesem niederschwelligen Angebot die Chance, Einblick in eine ganz eigene Berufswelt zu gewinnen. Mag sein, dass einer der 13/14-jährigen Jungs im Rahmen der Berufsorientierung im nächsten Schuljahr daran anknüpft und ein Praktikum im Pflegebereich versucht“ so die Sozialpädagogin beim Abschlusstreffen.


Weitere Infos gibt es im Internet unter www.boys-day.de oder unter www.senioreneinrichtungen.info.

Hintergrund
Erstmals am 14. April 2011 fand der Boys’Day – Jungen-Zukunftstag bundesweit statt. Jungen ab der fünften Klasse schnupperten an diesem Tag in Berufe, die bisher überwiegend von Frauen gewählt werden, wie Dienstleistungsberufe in den Bereichen Erziehung, Soziales, Gesundheit und Pflege.

Der Boys’Day – Jungen-Zukunftstag ist „Ausgewählter Ort im Land der Ideen 2011“ und wird vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. koordiniert. Der Verein engagiert sich seit über zehn Jahren für die Chancengleichheit in allen Bereichen der Gesellschaft. So koordiniert er beispielsweise auch den bundesweiten Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag oder das bundesweite Netzwerk und Fachportal zur Berufswahl und Lebensplanung von Jungen „Neue Wege für Jungs“.

Der Boys’Day – Jungen-Zukunftstag und Neue Wege für Jungs werden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Quelle: www.boys-day.de