Woche der Wiederbelebung

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27.09.2016

Großen Anklang in der Bevölkerung hat die Woche der Wiederbelebung vom 19. – bis 25. Oktober gefunden. Es handelt sich hierbei um eine Aktion unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit, die die einfache Laienreanimation flächendeckend schulen möchte und damit versucht, Berührungsängste abzubauen.

 

Hintergrund der Initiative ist die Tatsache, dass Deutschland im internationalen Vergleich deutlichen Nachholbedarf bei der Reanimation hat. In Deutschland beginnen in nur ca. 15 % der Laien mit Wiederbelebungs-Maßnahmen vor Eintreffen des Rettungsdienstes (in Schweden und Norwegen sind es im Vergleich ca. 60 %). Mangelnde Bereitschaft und Wissenslücken werden hierzulande als Grund angegeben, nicht oder nur unzureichend geholfen zu haben.

 

Um dem entgegenzutreten setzt die Kampagne "100pro: Prüfen-Rufen-Drücken" auf einfaches, einprägsames Wissen, das jeder anwenden kann:

 

Die Spezialisten der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin der Main-Klinik haben sich mehrmals in der vergangenen Woche in Ochsenfurt aufgestellt und interessierte Mitbürger zu Lebensrettern ausgebildet. Bei Veranstaltungen vor dem Rathaus Ochsenfurt, dem MainÄrztehaus und beim Herbstfest der Klingentorpassage konnte sich die Öffentlichkeit über die Laienreanimation informieren und an Trainingspuppen üben. Oberärztin Dr. Erthmuthe Hummel, der leitende Huschrauberarzt Dr. Julian Küstermann, der Anästhesist Dr. Marc Röse und die Intensiv-Plegerinnen Manuela Polifka und Manuela Keupp zeigten den Bürgern die Erstmaßnahmen der Wiederbelebung.

 

"Da wir alle Notärzte und Akutmediziner sind, wissen wir genau, worauf es ankommt.", sagte Chefarzt Dr. Manfred Knof, der selbst immer vor Ort war um Groß und Klein zu schulen. "Es sind genau die ersten Minuten, die entscheidend sind für das Überleben des Patienten", führt er weiter aus. "Schon nach 3 Minuten können erste irreversible Schäden durch Sauerstoffmangel im Gehirn entstehen. Daher ist die Laienreanimation noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes so wichtig!".

Wie die Aktion zeigt, ist es ganz einfach zu helfen. Man kann nichts falsch machen!

 

Jeder kann ein Leben retten!

 

Unterstützt wurde die Aktion durch den Förderverein der Main-Klinik.




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