Familienfreundliches (Kommunal-)Unternehmen

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09.11.2010

Vorstellung des Konzeptes „Familienfreundlicher Arbeitgeber“
mit Staatssekretärin Melanie Huml

Das Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg ist mit seinen rund 800 Beschäftigten nicht nur einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Würzburg, sondern hat sich auch über eine familienbewusste Personalpolitik Gedanken gemacht. Beschäftigte aus allen Bereichen und Berufsgruppen haben sich zu einem Workshop getroffen, Ideen entwickelt und Vorschläge erarbeitet. Gemündet ist dieses Engagement im „Konzept Familienfreundlicher Arbeitgeber“, das am 7. Oktober 2010 zusammen mit Staatssekretärin Melanie Huml der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml: "Zwei Drittel aller Krankenhäuser haben schon jetzt Probleme bei der Besetzung offener Stellen im ärztlichen Dienst. Bis 2017 werden altersbedingt rund 18.000 Krankenhausärzte ausscheiden. Die Wiederbesetzung dieser Stellen wird die Krankenhäuser vor große Herausforderungen stellen. Der Vereinbarkeit von Familie und Beruf kommt deshalb eine Schlüsselrolle bei der Frage zu, wie wir die Arbeit für junge Menschen attraktiver machen und auch zukünftig qualifizierte Nachwuchskräfte gewinnen können."

Dem Konzept zufolge erhält jeder Mitarbeiter des Kommunalunternehmens und seinen Gesellschaften – darunter beispielsweise die Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg, das team orange und die Main-Klinik Ochsenfurt – ab dem Jahr 2011 zwei Tage zusätzlichen Urlaub pro Jahr und Kind. Voraussetzung ist, dass das Kind das zehnte Lebensjahr noch nicht überschritten hat. Hat ein Beschäftigter mehrere Kinder, für die ein Zusatzurlaub gewährt werden könnte, so wird der Zusatzurlaub nur einmal gewährt.

Außerdem gibt es einen Betreuungszuschuss für nichtschulpflichtige Kinder. Dieser beträgt maximal 50 Euro im Monat und ist beispielsweise für die Finanzierung von Kinderkrippen, Kindergärten oder Tagesmütter vorgesehen.

Als weitere Maßnahme wirken die Vorgesetzten auf familienfreundliche Arbeits- und Urlaubszeiten hin. Beurlaubte oder sich in Elternzeit befindende Mitarbeiter können auch während ihrer „Auszeit“ Kontakt zum Arbeitgeber halten, in dem sie bei Fortbildungen oder anderen Veranstaltungen, wie beispielsweise Betriebsfeiern, teilnehmen. Und auch die Mitarbeiterzeitung erhalten die Beschäftigten, die sich in Elternzeit befinden oder Sonderurlaub in Anspruch nehmen, auf dem Postweg zugesandt.

„Wir möchten mit unseren Maßnahmen für attraktive Arbeitsplätze sorgen und unseren Beschäftigten Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bieten. Denn mit einem Frauenanteil von über 70 Prozent ist uns die familienbewusste Personalpolitik besonders wichtig“ erklärte Dr. Alexander Schraml, Vorstand des Kommunalunternehmens, den Hintergrund des Konzeptes. Zu guter letzt strebt das Kommunalunternehmen die Aufnahme im „Bündnis für Familie und Arbeit in der Region Würzburg“ an. Landrat Eberhard Nuß zeigte sich erfreut über diese Initiative und setzt auf die Vorbildwirkung für andere Betriebe im Landkreis.