Stärker im Verbund: Klinik-Kompetenz-Bayern eG

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16.12.2010

Die Gründungsmitglieder von Klinik-Kompetenz-Bayern (von links): Stephan Kolck (Hassberg-Kliniken), Stefan Schilling (Kliniken des Landkreises Neustadt/Aisch – Bad Windsheim), Manfred Fischer (Gemeinnützige Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg mbH), Günther Brütting (Waldkrankenhaus St. Marien gGmbH), Dr. Alexander Schraml (Main-Klinik Ochsenfurt), Josef Götz (Kliniken Nordoberpfalz AG), Gunther Schlosser (Kliniken im Naturpark Altmühltal), Peter Krappmann (Klinikum Fürth), Werner Rupp (Kreisklinik Roth), Jürgen Winter (Kommunalunternehmen Kliniken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen).

Die Gründungsmitglieder von Klinik-Kompetenz-Bayern (von links): Stephan Kolck (Hassberg-Kliniken), Stefan Schilling (Kliniken des Landkreises Neustadt/Aisch – Bad Windsheim), Manfred Fischer (Gemeinnützige Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg mbH), Günther Brütting (Waldkrankenhaus St. Marien gGmbH), Dr. Alexander Schraml (Main-Klinik Ochsenfurt), Josef Götz (Kliniken Nordoberpfalz AG), Gunther Schlosser (Kliniken im Naturpark Altmühltal), Peter Krappmann (Klinikum Fürth), Werner Rupp (Kreisklinik Roth), Jürgen Winter (Kommunalunternehmen Kliniken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen).

Main-Klinik Ochsenfurt wird Gründungsmitglied  

Die Main-Klinik Ochsenfurt gründet mit weiteren Kliniken die eingetragene Genossenschaft "Klinik-Kompetenz-Bayern". Mit der Zustimmung des Verwaltungsrats des Kommunalunternehmens und der Präsentation im Kreistag ist der Startschuss für eine intensive Vorbereitung für dieses Projekt gefallen. Die Gründung der Genossenschaft befindet sich nun auf der Zielgeraden: Mittlerweile liegt ein mit den zuständigen Regierungen und dem Genossenschaftsverband abgestimmter Genossenschaftsvertrag vor, der am 20. Januar 2011 im Rahmen eines Festaktes unter Beisein von Staatsminister Dr. Markus Söder unterzeichnet wird.

"Seit vielen Jahren arbeitet die Main-Klinik Ochsenfurt eng mit zahlreichen bayerischen Kliniken zusammen. Diese Kooperation wollen wir nun mit der Gründung einer Genossenschaft institutionalisieren, ohne dass die Kliniken dabei ihre Selbständigkeit aufgeben" sagt Dr. Alexander Schraml, Geschäftsführer der Main-Klinik. Das Ziel der Genossenschaft ist es, die kommunalen und freigemeinnützigen Kliniken effektiv zu vernetzen. Konkret soll die flächendeckende und qualitativ hochwertige Klinikversorgung gesichert und verbessert werden. Außerdem sollen die Wettbewerbsfähigkeit und die Marktposition der einzelnen Mitgliedskliniken gestärkt werden. Es gibt Know-how-Transfer und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern und schließlich arbeiten die Krankenhäuser bei der Personalentwicklung zusammen.

Die Genossenschaft "Klinik-Kompetenz-Bayern" versteht sich als Plattform für eine patientenorientierte Vernetzung und startet gleich zu Beginn mit mehreren Projekten. Darunter sind Themen wie Benchmark-Controlling, Interne Revision, Kodierung und MDK, Hygiene, Einkauf, Personalentwicklung sowie Recht und Verträge.

Dem freiwilligen Verbund angeschlossen sind bei der Gründung insgesamt zehn Träger mit 25 kommunalen und freigemeinnützigen Kliniken in Bayern. Gründungsmitglieder der Genossenschaft sind neben der Main-Klinik Ochsenfurt:


Als Vorstandsmitglieder sind Josef Götz (Weiden), Jürgen Winter (Weißenburg-Gunzenhausen) und Dr. Alexander Schraml (Ochsenfurt) vorgesehen.

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Warum eine eingetragene Genossenschaft?

Die eingetragene Genossenschaft (eG) ist eine Rechtsform für Kooperationen, die im Trend der Zeit liegt. Im Jahr 2009 wurden in Bayern 48 neue Genossenschaften gegründet und beim Genossenschaftsverband Bayern e.V. als Mitglied aufgenommen. Die Genossenschaft eignet sich in allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft und bietet Bürgern wie auch mittelständischen Unternehmern Größenvorteile und Vernetzungsgewinne. Dabei behalten die Mitglieder ihre Eigenständigkeit und ihren unternehmerischen Freiraum.

Fünf Argumente für die Gründung einer Genossenschaft:

1. Kein Mindestkapital
Bei der Gründung einer eG schreibt das Genossenschaftsgesetz kein festes Mindestkapital vor.

2. Einfache Gründung
Für die Gründung einer Genossenschaft sind nur 3 Mitglieder erforderlich. Im Gegensatz zur Gründung einer AG oder GmbH fallen bei der Genossenschaftsgründung keine Kosten für die notarielle Beurkundung an. Auch der Ein- und Austritt von Mitgliedern ist ohne notarielle Mitwirkung oder Unternehmensbewertung möglich.

3. Demokratische Rechtsform
Jedes Mitglied hat – unabhängig von der Höhe seiner Kapitalbeteiligung – eine Stimme. Eigenständigkeit und die Interessen der Mitglieder werden somit geschützt.

4. Mitgliederorientierung
Abweichend von Kapitalgesellschaften werden bei der eG Vorstand und Aufsichtsrat aus dem Kreis der Mitglieder besetzt. Damit werden die Förderinteressen der Mitglieder dauerhaft in den Mittelpunkt der Geschäftspolitik gestellt.

5. Flexibilität
Für kleine Genossenschaften bis 20 Mitglieder gelten vereinfachte Bestimmungen zur Jahresabschlussprüfung und zum Aufsichtsrat.

Quelle: Genossenschaftsverband Bayern e.V., www.gv-bayern.de


 




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