Bereitschaftspraxis an der Main-Klinik Ochsenfurt öffnet am 3. Juli ihre Pforten

Main-Klinik > Aktuelles

03.07.2013

Freuen sich über die neue Bereitschaftspraxis in Ochsenfurt, die ab Juli ihren Betrieb aufnehmen wird (von links): Christian Schell und Prof. Dr. Alexander Schraml (Geschäftsführung Main-Klinik Ochsenfurt), Landrat Eberhard Nuß, Dr. Joachim Stenzel (Ärztlicher Direktor Main-Klinik Ochsenfurt), Dr. Daniel Knelles (MainArzt), Dr. Christian Pfeiffer (Regionaler Vorstandsbeauftragter der KVB für Unterfranken), Dr. Klaus Grillmeier (Obmann Bereitschaftspraxis Ochsenfurt), der auch den ersten Dienst am 3. Juli 2013 übernehmen wird.

Freuen sich über die neue Bereitschaftspraxis in Ochsenfurt, die ab Juli ihren Betrieb aufnehmen wird (von links): Christian Schell und Prof. Dr. Alexander Schraml (Geschäftsführung Main-Klinik Ochsenfurt), Landrat Eberhard Nuß, Dr. Joachim Stenzel (Ärztlicher Direktor Main-Klinik Ochsenfurt), Dr. Daniel Knelles (MainArzt), Dr. Christian Pfeiffer (Regionaler Vorstandsbeauftragter der KVB für Unterfranken), Dr. Klaus Grillmeier (Obmann Bereitschaftspraxis Ochsenfurt), der auch den ersten Dienst am 3. Juli 2013 übernehmen wird.

Verlässliche Anlaufstelle für Patienten und Entlastung für Ärzte   

Was tun, wenn man am Mittwochnachmittag, am Wochenende oder am Feiertag plötzlich krank wird? Wenn es sich um keinen lebensbedrohlichen Fall für den Notarzt handelt, können die Menschen aus Ochsenfurt, aus dem südlichen Landkreises Würzburg sowie aus der Region Marktbreit zur neuen Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung an der Main-Klinik Ochsenfurt kommen. Ab Mittwoch, 3. Juli nehmen die niedergelassenen Ärzte in den modernen Räumlichkeiten an der Ochsenfurter Klinik ihren Betrieb auf. Den ersten Dienst übernimmt der Marktbreiter Allgemeinarzt Dr. Klaus Grillmeier. Er wechselt sich mit 45 Kolleginnen und Kollegen ab.

„Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst ist zuständig, wenn es sich um eine Erkrankung handelt, mit der unsere Patienten normalerweise einen niedergelassenen Arzt in seiner Praxis aufsuchen würden, die Behandlung aber aus medizinischen Gründen nicht bis zur nächsten regulären Sprechzeit des Arztes aufgeschoben werden kann“ erklärt Dr. Christian Pfeiffer, Regionaler Vorstandsbeauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns für Unterfranken und Hausarzt in Giebelstadt. Eine Terminvereinbarung beziehungsweise eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Versorgt werden sowohl Kassen- als auch Privatpatienten. Bei Erkrankungen, die auch ein oder zwei Tage Zeit haben, werden die Patienten gebeten, am darauf folgenden Werktag ihren Hausarzt aufzusuchen.

Öffnungszeiten und Informationen 
Geöffnet ist die neue Bereitschaftspraxis an der Main-Klinik (Am Greinberg 25, 97199 Ochsenfurt) ab Juli immer mittwochs und freitags von 17 bis 19 Uhr sowie am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 9 bis 12 Uhr sowie von 17 bis 19 Uhr. Nähere Informationen und eine Anfahrtsbeschreibung finden Interessierte auch im Internet unter www.bereitschaftspraxis-ochsenfurt.de 

Rufnummer 116 117 für Hausbesuche
Ein weiterer Arzt übernimmt zusätzlich zur Bereitschaftspraxis den so genannten „Fahrdienst“, der für Hausbesuche bei nichtmobilen Kranken sowie für den Behandlungsbedarf außerhalb der Öffnungszeiten zuständig ist. In diesen Fällen ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 zu erreichen. Diese Kurzwahlnummer funktioniert ohne Vorwahl und ist kostenfrei, auch für Mobiltelefone. 

Die 116 117 sollte jedoch nur in Ausnahmefällen angewählt werden. Hausbesuche werden nur dann durchgeführt, wenn diese medizinisch zwingend notwendig sind. Vorrangig sollte die Bereitschaftspraxis an der Ochsenfurter Main-Klinik persönlich aufgesucht werden. 

Notrufnummer 112 für Notfälle
Nicht zu verwechseln ist der kassenärztliche Bereitschaftsdienst mit dem Notruf. Bei schweren Unfällen und Notfällen, wie beispielswiese Schlaganfall oder Herzinfarkt, ist weiterhin der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 zu alarmieren.


Hintergrund
Um die Arbeitsbelastung der diensthabenden Ärzte zu reduzieren, hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) die Dienstgruppen aus dem südlichen Landkreis Würzburg und aus den Regionen Ochsenfurt und Marktbreit zu einem Dienstgebiet zusammengefasst. Außerdem hat sich in einer Abstimmung aller niedergelassenen Ärzte die Mehrheit dafür ausgesprochen, eine Bereitschaftspraxis an der Main-Klinik Ochsenfurt einzurichten, um eine verlässliche Anlaufstelle für Patienten zu bieten.

Die Einrichtung dieser Bereitschaftspraxis ist Teil einer umfassenden Reform des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Bayern. Diese Reform ist notwendig, da auf Grund des Ärztemangels in vielen Regionen sowie der Überalterung der Ärzteschaft die Belastung für die diensthabenden Ärzte das Maß des Erträglichen längst überschritten hatte. Dieses Problem soll bayernweit insbesondere durch eine Zusammenlegung von Bereitschaftsdienstbereichen, die Etablierung neuer Bereitschaftspraxen sowie die Einbeziehung aller Arztgruppen in den Bereitschaftsdienst angegangen werden.

Für den Bereitschaftsdienst sind alle Haus- und Fachärzte dienstverpflichtet, die im Dienstgebiet ihre Praxis haben. Im neuen Dienstgebiet „Südlicher Landkreis Würzburg/Ochsenfurt/Markbreit“ sind dies insgesamt 46 Ärzte. Dienstbefreit sind beispielsweise Ärzte ab 62 Jahren.

Die Organisation der Bereitschaftsdienstpraxis wurde an die MainArzt GmbH & Co. KG übertragen. Zum Obmann wurde der Allgemeinmediziner Dr. Klaus Grillmeier aus Marktbreit gewählt.

Vor der Umstrukturierung hatten Hilfesuchende außerhalb der Praxiszeiten zuerst telefonisch herausfinden müssen, welcher Arzt gerade Notdienst hatte. Nun haben sie mit der Bereitschaftspraxis an der Main-Klinik Ochsenfurt eine zentrale und verlässliche Anlaufstelle, an die sie sich wenden können. „Unsere Bürgerinnen und Bürger finden damit rund um die Uhr kompetente ärztliche Ansprechpartner an einem zentralen Ort“ freut sich Landrat Eberhard Nuß über die Einrichtung der neuen Praxis an der Main-Klinik.

Bayernweit gibt es derzeit rund 40 solcher zentral gelegener Bereitschaftspraxen. Rund 25 dieser Praxen entstanden allein in den letzten zehn Jahren. In Unterfranken gibt es nun in Würzburg, Schweinfurt und Ochsenfurt Bereitschaftspraxen. Die Main-Klinik ist die erste kommunale Klinik Unterfrankens, die diesen Schritt geht. Insgesamt leisten in Bayern etwa 3.500 Ärztinnen und Ärzte ihren Bereitschaftsdienst in Bereitschaftspraxen und behandeln dabei jährlich über 300.000 Patienten.