Der neue Weg zum Herzen

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27.03.2009

Oberärztin Dr. Lotte Possler (rechts) präsentiert zusammen mit Chefarzt Dr. Joachim Stenzel (links) und dem Rothenburger Chefarzt PD Dr. Christian Wacker (Mitte) die Herzkatheter-Untersuchung über das Handgelenk.

Oberärztin Dr. Lotte Possler (rechts) präsentiert zusammen mit Chefarzt Dr. Joachim Stenzel (links) und dem Rothenburger Chefarzt PD Dr. Christian Wacker (Mitte) die Herzkatheter-Untersuchung über das Handgelenk.


Patienten, die an einer koronaren Herzkrankheit – Engstellen der Herzkranzgefäße – leiden, gehören zu der höchsten Risikogruppe, die einen Herzinfarkt erleiden kann. Wenn die Verdachtsdiagnose Koronare Herzkrankheit im Raum steht, werden in vielen Fällen die Herzkranzgefäße der Patienten mittels eines Herzkatheters untersucht. Dieses Untersuchungsverfahren zählt heute zu den diagnostischen Routinemaßnahmen der Kardiologie.

Seit Mitte Mai kooperiert die Main-Klinik auf diesem Gebiet mit der Klinik Rothenburg. Von dieser Kooperation mit PD Dr. Christian Wacker (Chefarzt und Ärztlicher Direktor Klinik Rothenburg) profitieren vor allem die Patienten der Main-Klinik, denn die Herzkatheteruntersuchung wird von Main-Klinik-Oberärztin Dr. Lotte Possler direkt in Rothenburg durchgeführt. Die Patienten kennen Possler bereits aus dem stationären Krankenhausaufenthalt und müssen für diese Untersuchung nicht „in fremde Hände“ gegeben werden, wie es zuvor der Fall war. Früher wurden die Patienten in die Uni-Klinik Würzburg gefahren und dort „fremd untersucht“.

Ein besonderes Highlight: Untersuchung über das Handgelenk
Bei der Untersuchung des Herzens war es bislang üblich, in der Leiste des Patienten einen Zugang zum Blutbahnen-System zu legen. Doch seit einiger Zeit gibt es noch eine weitere Möglichkeit, die vor allem weniger Komplikationen verspricht: der Zugang über eine der beiden Arterien am Handgelenk. Diese für den Patienten angenehmere Art der Untersuchung wird Possler künftig ebenfalls durchführen.

Vorteile der Untersuchung über das Handgelenk
Während die Patienten nach einem Zugang über die Leiste nicht selten mehrere Stunden mit einem Druckverband liegend verbringen müssen, können sie nach dem Eingriff über das Handgelenk sofort wieder aufstehen. Die Stelle wird durch eine Manschette abgedrückt, die nur circa zwei bis drei Stunden getragen werden muss. Das bedeutet, dass Main-Klinik-Patienten von Rothenburg zurück nach Ochsenfurt im Sitzen transportiert werden können. Dies wird deutlich angenehmer empfunden, als ein Transport im Liegen.

„Die Kooperation mit der Klinik Rothenburg ist ein großer Schritt für die Main-Klinik. Nicht nur dass die Untersuchung am Herzen nun von unserer Oberärztin persönlich durchgeführt werden kann, auch die neue Untersuchungsmethode ist ein besonderes Highlight, welches noch wenige Krankenhäuser anbieten“, betonte Main-Klinik-Geschäftsführer Dr. Alexander Schraml.