1. Preis geht nach Würzburg

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29.11.2010

Stadt und Landkreis Würzburg erhalten den ersten Preis „Kommunale Seniorenpolitik“ (von links): Martin Leynar vom Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg, Kommunalunternehmen-Vorstand Dr. Alexander Schraml, stellvertretende Landrätin Elisabeth Schäfer, Sozialministerin Christine Haderthauer, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, Sozialreferent Robert Scheller, Regierungsvizepräsident Dr. Andreas Metschke und Volker Stawski von der Stadt Würzburg. Foto: Bayerisches Staatsministerium

Stadt und Landkreis Würzburg erhalten den ersten Preis „Kommunale Seniorenpolitik“ (von links): Martin Leynar vom Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg, Kommunalunternehmen-Vorstand Dr. Alexander Schraml, stellvertretende Landrätin Elisabeth Schäfer, Sozialministerin Christine Haderthauer, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, Sozialreferent Robert Scheller, Regierungsvizepräsident Dr. Andreas Metschke und Volker Stawski von der Stadt Würzburg. Foto: Bayerisches Staatsministerium

Stadt und Landkreis Würzburg erhalten Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ von Sozialministerin Haderthauer für das gemeinsame Seniorenpolitische Gesamtkonzept

Stadt und Landkreis Würzburg haben gemeinsam den ersten Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ des Sozialministeriums im Bezirk Unterfranken gewonnen. Ausgezeichnet werden Städte, Landkreise oder Gemeinden, die sich durch konkrete Maßnahmen in vorbildlicher Weise um die Belange älterer Menschen kümmern. Sozialministerin Christine Haderthauer überreichte am 25. November 2010 den Preis stellvertretend an Bürgermeister Dr. Adolf Bauer und stellvertretende Landrätin Elisabeth Schäfer.

"Der demographische Wandel ist eine der zentralen Herausforderungen, der wir uns stellen müssen. In Bayern leben heute 2,3 Millionen über 65-Jährige. 2050 werden es ca. 3,5 Millionen sein. Die Attraktivität bayerischer Kommunen hängt entscheidend davon ab, wie gut es gelingt, den demographischen Wandel zu meistern. Kommunen müssen nun noch mehr die sich im Lebenslauf ändernden Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen. Es freut mich daher, heute 38 Kommunen auszeichnen zu können, die sich mit ihren Seniorenpolitischen Gesamtkonzepten in besonders vorbildlicher Art und Weise den Herausforderungen des demographischen Wandels gestellt haben" so Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer bei der Verleihung des Förderpreises in der Münchner Residenz.

Ein gemeinsames seniorenpolitisches Konzept eines Landkreises mit einer Stadt ist einmalig in ganz Bayern. Der Preis für Stadt und Landreis Würzburg ist mit 10.000 Euro dotiert. Zusammen wollen die beiden Kommunen nun über die Verwendung des Preisgeldes entscheiden.

Regierungsvizepräsident Dr. Andreas Metschke würdigte in seiner Laudatio insbesondere das interkommunale Zusammenwirken: Die Stadt Würzburg und der Landkreis Würzburg haben im Februar 2009 beschlossen, ihre Seniorenpolitischen Gesamtkonzepte gemeinsam zu erstellen. Damit sollte den engen Verflechtungen der beiden Kommunen Rechnung getragen werden. Auch im Rahmen einer gemeinsamen Pflegebedarfsplanung für die Stadt Würzburg und den Landkreis Würzburg haben die beiden Kommunen im engen Verbund zusammengearbeitet. Die Seniorenpolitischen Gesamtkonzepte der beiden Kommunen zeichnen sich durch ein vertrauensvolles und konstruktives interkommunales Miteinander, die professionelle Begleitung, eine optimale Einbeziehung aller relevanten Institutionen und Personen sowie einem dynamischen Verständnis von Planung – Umsetzung – Überprüfung aus. Die beiden Konzepte behandeln alle elf in der Broschüre „Kommunale Seniorenpolitik“ genannten Handlungsfelder.

Hintergrund:
Der Förderpreis „Kommunale Seniorenpolitik“ wurde erstmals im Jahr 2008 vergeben. Dieses Jahr wurde er zum zweiten Male verliehen. Ausgezeichnet werden Landkreise, kreisfreie sowie kreisangehörige Gemeinden, die sich durch konkrete Maßnahmen der Belange älterer Menschen angenommen haben. Von den insgesamt 96 Landkreisen und kreisfreien Gemeinden in Bayern haben bislang 41 ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept erarbeitet, bei weiteren 25 ist eines in Arbeit. Preisgeld wurde in diesem Jahr in Höhe von insgesamt 279 000 Euro ausbezahlt. Dieses gibt den Kommunen die Gelegenheit, wichtige Impulse für die Zukunft zu setzen.